Klassifikation von lasern
Wie in der nachstehenden Tabelle verdeutlicht, gibt es Laser mit zahlreichen unterschiedlichen Leistungsstärken. Ein handelsüblicher Laserpointer ist in der Regel ein Klasse-2-Laser mit weniger als 1 mW, der als solcher keine große Gefahr darstellt. Allerdings kann man online sehr leistungsstarke Laserpointer der Klasse 4 zu erwerben. Die Mehrzahl der von Militär und Polizei verwendeten Schusswaffen-Entfernungsmesser (target pointers) gehört zur Klasse 3R - wenige zur Klasse 3B - und die überwiegende Zahl der Laser-Zielmarkierer (laser target designators) zur Klasse 4.
| Patient (P) |
Age |
Reason for referral |
Symptoms |
Eye |
Visual acuity (Snellen equivalent) |
Morphological changes |
Laser pointer output / wavelength |
Initial presentation (month/year) |
Follow-up interval (months) |
Visual acuity at follow-up |
| P1 |
12 |
Emergency presentation |
Scotoma, reduced vision |
OS |
20/5 |
Yellow lesion, pigment changes, intraretinal fluid |
45 mW 540 nm |
12/2014 |
20 |
20/20 |
| P2 |
15 |
Emergency presentation |
Scotoma |
OD / OS |
OD: 20/20 OS: 20/25 |
Yellow lesion, pigment changes, structural loss of the outer retina |
92 m/W 540 nm |
10/2014 |
33 |
OD: 20/20 OS: 20/20 |
| P3 |
15 |
Emergency presentation |
Scotoma |
OS |
20/20 |
Pigment changes, structral loss in the outer retina |
65 mW 540 nm |
07/2014 |
1 |
20/20 |
| P4 |
9 |
Suspected inherited retinal dystrophy (Stargardt's disease) |
Scotoma |
OD |
20/25 |
Structural loss in the outer retina |
95 mW 532 nm |
02/2016 |
11 |
20/16 |
| P5 |
13 |
Initial finding of retinal edema |
Scotoma, incidental finding |
OS |
20/20 |
Structural loss in the outer retina |
32 mW 540 nm |
06/2015 |
20 |
20/16 |
| P6 |
15 |
Suspected macular dystrophy |
Scotoma |
OD / OS |
OD: 20/25 OS: 20/25 |
Pigment changes, structural loss in the outer retina |
NP |
05/2016 |
- |
- |
| P7 |
13 |
Suspected macular dystrophy |
Scotoma |
OD |
OD: 20/25 |
Pigment changes, structural loss in the outer retina |
NP |
06/2016 |
- |
- |
Aspekte und Technologie von Laserschutzglas
Die Laserschutztechnologie kann den notwendigen Schutz auf verschiedene Weise gewährleisten. Dabei sind drei Hauptelemente zu berücksichtigen:
- Frequenz (Nanometer (nm))
- Optische Dichte (OD)
- Lichtdurchlässigkeit (tL)
Frequenz:
Der Wert in Nanometern (nm) gibt Art/Farbe des Lasers (Wellenlänge) an, wovor das Glas schützen soll. Beispielsweise ist 532 nm der dominante Parameter bei grünen Lasern.
Optische Dichte und Verzerrung:
Der Wert der optischen Dichte (OD) gibt das Schutzniveau gegen die angegebenen nm an. Hat beispielsweise ein Laserpointer einen Sicherheitsabstand zum bloßen Auge von 100 Metern, so ist man bei Verwendung von Laserschutzglas mit einem OD von 1 in 10 Metern Entfernung sicher, bei einem OD von 2 in 1 Meter Entfernung usw.
Die folgende Tabelle veranschaulicht, dass bei der Anwendung von Laserschutzglas mit einer OD von 5 ein Laser-Sicherheitsabstand von 2 Kilometern nunmehr mit einem Abstand von 2 cm sicher ist.
Laserschutzgläser sind von Natur aus getönt/farbig, denn die reduzierte Lichtdurchlässigkeit und die Blockierung von Wellenlängen verändern die Wahrnehmung einer bestimmten Farbe. Eine hohe OD führt außerdem häufig zu stärkeren Farbverzerrungen des Bildes. Die Gefahren und Risiken, vor denen es sich zu schützen gilt, sind unbedingt zu analysieren, damit eine möglichst niedrige OD zum Schutz vor visuellen Beeinträchtigungen ermittelt werden kann.
Anhand der nachstehenden Abbildung lässt sich diese Verzerrung und die Auswirkungen von zwei verschiedenen Lasern bei zwei unterschiedlichen OD-Werten veranschaulichen. Das Bild verdeutlicht, wie sich Laserschutzglas bezüglich Tönung, Lichtdurchlässigkeit und Blendungsfreiheit auf die eigene Sicht auswirkt.
Auf dem Bild sehen Sie das visuelle Motiv ohne Laserschutzglas (linke Spalte), ein filter mit OD = 1 (mittlere Spalte) und ein Filter mit OD = 3 (rechte Spalte) ohne Laser (obere Reihe), mit ≈ 5mW Laserpointer (mittlere Reihe) und mit ≈ 500mW (untere Reihe).
Lichtdurchlässigkeit des sichtbaren LIchts (tL):
Abhängig von der Farbe des Glases wird Licht in unterschiedlicher Intensität das Glas passieren. Beschrieben wird dies anhand des Prozentsatzes der Lichtdurchlässigkeit des sichtbaren Lichts durch das Glas. Mit einem Photometer wird dieser Wert gemessen und anschließend klassifiziert.
Bei einem niedrigen tL%-Gehalt wird weniger Licht durchgelassen, d.h. die Sicht ist dunkler, während bei einem hohen tL%-Gehalt mehr Licht durchgelassen wird, d.h. die Sicht ist heller.
Zum Schutz vor Lasern bei Tag und Nacht sowie vor Lasern im sichtbaren und infrarotnahen Bereich ist es wichtig, mehr Aspekte zu berücksichtigen als den oben genannten tL, der nur die Sicht bei Tag und das sichtbare Lichtspektrum einbezieht
>> Tag- und Nachtsicht
Unter photopischem Sehen versteht man das Sehen bei ausreichender Helligkeit, wie z.B. bei normalem Tageslicht. Es erlaubt die Farbwahrnehmung, die durch die Zapfenzellen der Netzhaut vermittelt wird. Diese Zellen haben die größte Sehschärfe und sind verantwortlich für die Farbempfindlichkeit des Auges.
Skotopisches Sehen ist das Sehen bei schwachen Lichtverhältnissen, in der Dunkelheit (Nachtsehen). Bei schwachem Licht sind die Zapfenzellen nicht so leistungsfähig wie die Stäbchenzellen, weshalb das skotopische Sehen allein durch Stäbchenzellen erfolgt. Die maximale Lichtempfindlichkeit liegt bei grünem Licht um 555 nm, der Wellenlänge, bei der die Zapfen in unserer Netzhaut am aufnahmefähigsten sind. Jedoch liegt die photopische Empfindlichkeit in den blau-grünen Bereichen des Lichtspektrums mit 507 nm etwa 50 nm niedriger, da hier die Stäbchen am aufnahmefähigsten sind.